Unbesiegt noch ohne Bestform

Der SV Fellbach müht sich in der zweiten Liga zum 3:2 in Grafing.


26.10.2015

Yannick Harms

Der Meister kann gerade nicht in Bestbesetzung und in Bestform aufspielen. Aber er kann sich auch jetzt schon wieder recht meisterhaft in diffiziler Lage behaupten und gegen Niederlagen stemmen. Trotz erheblicher Personalsorgen haben die Volleyballer des SV Fellbach am Samstagabend auch ihr viertes Saisonspiel in der zweiten Bundesliga für sich entschieden. Mit viel Mühe zwar, aber eben doch mit langem Atem: Nach mehr als zwei Stunden hatten die Gäste in Bayern den TSV Grafing mit 3:2 (25:23, 22:25, 25:17, 21:25, 15:12) besiegt. 'Wir haben phasenweise sehr gut gespielt und phasenweise nicht so gut', sagte der Trainer Markus Weiß.
Der 32-jährige A-Lizenz-Inhaber hat Spieltage schon unbeschwerter angehen können. Die Aufgabe in Grafing war eine schwierige Mission für den SV Fellbach. Ungeschickt ist es ja schon, wenn der Hauptangreifer bloß eine Nebenrolle im Reisetross spielen kann: Valters Lagzdins war zwar dabei, konnte das Team wegen seiner Fuß- und Wirbelsäulenbeschwerden aber nur von außerhalb unterstützen. Zudem fehlte auch noch der Libero Sebastian Mättig - ebenso wie Tim Holler. Das Beach-Ass war am Samstagnachmittag noch ohne Schuhe und Socken mit dem Volleyball beschäftigt. Tim Holler war bei den Antalya Open zu erfolgreich für eine Anschlussreise nach Bayern. Mit seinem Mainzer Strandpartner Jonas Schröder schied er beim Wettbewerb der Weltserie in der Türkei erst im Viertelfinale gegen die späteren Turniersieger Alex Ranghieri und Adrian Carambula aus Italien (16:21, 18:21) aus. Danach fieberte der 24-Jährige aus der Ferne mit seinen Hallengefährten mit.
Es war in Grafing ein zähes Ringen mit den vom Widerstandsgeist beseelten Volleyballern des Gastgebers, die zwar noch sieglos sind, aber keinesfalls wehrlos. Die Fellbacher um Lars Lückemeier, der als Libero aushalf (Markus Weiß: 'Lars war in der Abwehr sehr präsent'), verpassten im zweiten Satz einen deutlicheren Erfolg, als sie eine 21:17-Führung verspielten. 'Das ist das, was mir wehtut', sagte der Trainer. Später mussten die Gäste dann froh sein über den knappen Sieg. Markus Weiß hatte mit der Einwechslung von Yannick Harms die Ballannahme gestärkt: 'Die Stabilität war wichtig.' Jener Yannick Harms, 21 und in der vergangenen Saison noch beim Erstligisten CV Mitteldeutschland, war beim Tur nier der Beach-Weltserie in Antalya mit seinem Nebenmann Philipp Arne Bergmann bereits am Mittwoch gescheitert. Dafür konnte er am Samstag dem Meister mithelfen, seine Siegesserie auch ohne Bestbesetzung und Bestform zu verlängern. SV Fellbach: Klass, Köder, Koch, Winter, Howe, Sellner, Nadale, Hanenberg, Harms, Klaue, Lückemeier.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung.


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