Unerfreuliche Zahlenkolonnen - 0:3

Der SV Fellbach verpasst in der zweiten Bundesliga zu Hause gegen den Tabellenführer VSG Coburg/Grub einen Satzgewinn, weil der Gastgeber am Ende der Durchgänge zu viele Fehler produziert. Das lässt sich auf dem Spielberichtsbogen ganz gut ablesen


10.12.2012

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach haben gegen den Tabellenführer VSG Coburg/Grub eine Überraschung verpasst. Am Samstagabend unterlagen sie dem Klassenprimus vor 200 Zuschauern in der Gäuäckerhalle I mit 0:3 (22:25, 19:25, 24:26). Doch die Schlagmänner des SV Fellbach haben die Hinserie dennoch mit einer ansehnlichen Bilanz von 12:12 Punkten und 21:22 Sätzen beendet.

Ein Satzgewinn mehr - und die Bilanz der Fellbacher Volleyballer wäre komplett ausgeglichen gewesen. Dieser Satzgewinn wäre am Samstagabend durchaus möglich gewesen. Denn mit Ausnahme des zweiten Abschnitts waren die Hausherren über weite Strecken der Begegnung auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter.

Ein Blick auf den Spielberichtsbogen der Partie macht aber deutlich, worin der Unterschied zwischen den engagierten Fellbachern und den cleveren Gästen lag. Im Spielprotokoll wird stets der Punktestand vermerkt, den die aufschlagende Mannschaft aufweist, wenn sie das Service wieder abgeben muss. Bei den Fellbacher Akteuren sieht man etwa am Ende des ersten Satzes diese Zahlenfolge: 18, 19, 20, 21, 22. Bei den Gästen steht dagegen: 18, 20, 21, 23, 25. Die Spieler aus Coburg schafften also das, was eine Spitzenmannschaft auszeichnet. Sie hielten konsequent ihr Niveau, spielten dabei auch in den Endphasen der Durchgänge sicher und fehlerfrei.

'Das hört sich banal an, aber es ist einfach die Fehlerquote, die heute immer am Satzende den Unterschied ausgemacht hat', sagte der SVF-Trainer Diego Ronconi nach der Partie. Enttäuscht wirkte der Fellbacher Vordenker dabei nicht - man spürte mehr Gedanken wie 'schade, ein wenig mehr wäre möglich gewesen'.

 Die Gäste um ihren Trainer Milan Maric ließen jedoch nicht mehr zu. So brachte sie auch der Zwischenstand von 21:21 im ersten Abschnitt nicht aus der Ruhe. Ebenso verbuchten sie ohne Aufhebens den einfachen Gewinn des Folgesatzes. Auch ein 17:20-Rückstand im dritten Durchgang beeindruckte die Coburger Volleyballer nicht sonderlich. Und erneut spricht der Spielberichtsbogen über den Fortgang der Partie dann eine deutliche Sprache. Bei den Gäste liest man da: 17, 22, 23, 26. Wieder also schaffte es der Spitzenreiter, in der Endphase des Satzes fehlerfrei zu spielen und eifrig zu punkten. Die Spieler von Diego Ronconi konnten da nicht Schritt halten. So ging auch der dritte Satz und damit die gesamte Partie verdient an die Gäste.

Diego Ronconi trauerte dem Spielverlust jedoch nicht lange nach. Schnell ging der Blick nach vorne - und ein wenig am Samstag auch zurück auf die gesamte Hinserie. 'Wir müssen uns an den 12:12 Punkten nun messen lassen. Der aktuelle Stand ist gut, aber wieder zwölf Punkte in der Rückrunde wären keine Entwicklung nach vorne.' Es sollen also mehr werden, sieben Siege sind dazu in der Rückserie erforderlich.

 Losgehen soll es bereits am kommenden Samstag, 20 Uhr, gegen die Vertretung des GSVE Delitzsch. 'In Delitzsch haben wir in unserem ersten Zweitliga-Spiel nicht gut gespielt', sagte Diego Ronconi. 'Nächsten Samstag wollen wir zeigen, dass wir nun deutlich weiter sind.' Dann könnte den Fellbachern durchaus ein Sieg gelingen - mit erfreulicheren Zahlenkolonnen für Diego Ronconi im Spielberichtsbogen. SV Fellbach: Klass, Lückemeier, Nadale, Peéry, Köder, Abele, Wolfram, Lepthin, Haas, Oefner, Hainich, Stanimirovic, Hanenberg, Strohbücker.


Quelle: Artikel aus der Fellbacher Zeitung von Uwe Abel.


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