Vater-Sohn-Duell am Bodensee

Der Zweitligist SV Fellbach um den Neuzugang Jan Jalowietzki ist am Samstagnachmittag zu Gast beim Ligaschlusslicht Volley YoungStars Friedrichshafen. Dort sitzt Bogdan Jalowietzki als Assistent auf der Trainerbank.


14.10.2016

Foto: Tom Bloch

Es ist eine spannende Frage, die auf den ersten Blick nichts mit Volleyball zu tun hat: Wie kann ein junger Mann mit 20 seinen eigenen Vater am besten beeindrucken? Nun ja, ein gutes Zeugnis wäre sicher eine Möglichkeit, eine neue Freundin aus gutem Hause beim gemeinsamen Sonntagskaffee eine andere. Und so mancher Papa würde sich vermutlich auch von einem Kletterausflug mit dem Filius beeindrucken lassen.

Jan Jalowietzki ist 20. Und er möchte am Samstag seinen Vater beeindrucken und obendrein auch mächtig ärgern – auf dem Volleyballfeld in Friedrichshafen. Dort steht der Neuzugang des Zweitligisten SV Fellbach mit seinem Team von 16 Uhr an den Volley YoungStars gegenüber. Bei Letztgenannten hat der 1,93 Meter große Angreifer seine sportliche Ausbildung genossen. Und dort sitzt sein Vater Bogdan (Deutscher Meister, CEV-Pokalsieger, 122 Länderspiele und WM-Teilnehmer 1994) als Assistent neben Cheftrainer Adrian Pfleghar auf der Bank. „Jan freut sich sehr auf dieses Spiel und ist extrem motiviert. Er weiß aber auch, dass er keine Spielzeit geschenkt bekommt, nur weil es gegen die Mannschaft aus Friedrichshafen geht“, sagt der Fellbacher Trainer Markus Weiß.

Die Gäste gehen in der 4000 Zuschauer fassenden ZF-Arena am Bodensee als Favorit in das Spiel gegen das Bundesstützpunktteam, das im Schnitt gerade einmal 17 Jahre alt ist und in Linus Engelmann einen erst 14-jährigen Libero aufbietet. „Das sind Talente, die technisch hervorragend ausgebildet sind und auch athletisch gute Voraussetzungen mitbringen. Wir dürfen trotzdem von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen lassen, dass wir der Favorit sind und als Anspruch den erneuten Meistertitel haben“, sagt Markus Weiß. Fehlen werden im SVF-Aufgebot der langzeitverletzte Kapitän Marvin Klass, mit dem sein Trainer frühestens in drei bis vier Wochen rechnet, und Timo Koch (Schulter- und Knieprobleme). Ansonsten sind alle Mann fit, auch Christian Bura und Tin Tomic, die beim 3:1-Sieg in Leipzig krank gefehlt hatten. „Wir haben mit unseren Aushilfen aus der zweiten Mannschaft in dieser Woche zum ersten Mal in dieser Saison ein Training mit zwölf Leuten absolviert“, sagt Markus Weiß.

Gegen das Nachwuchsteam aus Friedrichshafen erwartet der Fellbacher Übungsleiter nichts anderes als einen Sieg von seinen Akteuren. Ob am Ende dabei ein 3:0 oder ein 3:1 herausspringt sei egal. Hauptsache es sind drei Punkte. „Wir dürfen bei eigenen Siegen einfach keine Punkte liegen lassen. Das war auch in der vergangenen Saison das größte Problem unseres schärfsten Konkurrenten aus Eltmann“, sagt Markus Weiß.

Während die erste Mannschaft auf Reisen ist, bestreitet das zweite Team des SV Fellbach am zweiten Spieltag der Regionalliga das zweite Heimspiel: Zu Gast in der Gäuäckerhalle I ist am Samstag von 20 Uhr an der MTV Ludwigsburg. Jener Verein, von dem Markus Weiß vor einem Jahr zum Fellbacher Zweitligisten gewechselt war.

 

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung

 


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