Vereint mit immer wieder frischen Kräften

Die Verantwortlichen des Zweitligisten SV Fellbach setzen vor dem Gastspiel bei den stark besetzten L. E. Volleys in Leipzig und ganz generell in der gerade angelaufenen Saison auf den ausgeglichenen Kader.


27.09.2013

Valentino Nadale und Patrick Köder (rechts) sehen der anspruchsvollen Aufgabe in Leipzig entgegen. Foto: Holger Strehlow

Die L. E. Volleys aus Leipzig, das ist auch zu Beginn der Saison schon sicher, gehören zu den Guten in der zweiten Bundesliga. Weil sie so gut sind, müssen sie sich fragen, ob es noch so gut ist, wenn sie aus guter Gewohnheit mit 3:2 gewinnen. In der vergangenen Saison haben die Volleyballer aus dem Osten des Landes all ihre sieben Tiebreak-Spiele für sich entschieden. Das ist eine reife Leistung, wirft ein Spitzenteam ab sofort aber eher zurück. Für ungefährdetere Siege (3:0, 3:1) werden jetzt drei Punkte vergeben, für späte Erfolge bloß zwei. So wollen die Leipziger am liebsten von ihrer Stärke gar nicht mehr viel zeigen müssen. Sondern öfter noch so über den Gegner hinwegfegen wie am ersten Spieltag beim rasanten 3:0 gegen den TSV Grafing. Die nächste Drei-Punkte-Wertung strebt der Tabellenzweite der vorherigen Runde am Samstag (20 Uhr, Sporthalle Brüderstaße) gegen die Gäste des SV Fellbach an. Die Reisenden aus dem Schwäbischen haben den Vorteil, dass sie ein 3:2 auch und viel mehr noch als Erfolg werten können. Sie könnten das auch und viel, viel mehr noch an diesem zweiten Spieltag.

Die Fellbacher, im Vorjahr erst aufgestiegen, wollen auch mal zu den Guten in der zweiten Bundesliga gehören. Darauf arbeiten der Trainer Diego Ronconi und der Manager Stephan Strohbücker hin. Mit dem Team und mit dem Team hinter dem Team. Doch das ist noch ein Stück Weg. So bald wird es beim SV Fellbach, der die erste Zweitliga-Saison nach achteinhalbjähriger Abstinenz auf dem neunten Tabellenplatz abgeschlossen hat, nicht passieren, dass sich ein 3:2 wie ein 2:3 anfühlt. Das 3:2 zum Auftakt beim selbstbewussten Nachbarn TSV G. A. Stuttgart war unbedingt ein Erfolg. Auch ein Erfolg des gesamten Aufgebots. 'Ich habe noch nie in meiner Karriere einen Kader gehabt, der so ausgeglichen besetzt ist', sagt der Fellbacher Chefanweiser und A-Lizenz-Inhaber Diego Ronconi, der schon eine ziemlich lange Karriere als Trainer hinter sich hat. 'Wir haben keinen Stamm und keinen zweiten Anzug', sagt Stephan Strohbücker. Alle sind gleich, das ist die Botschaft nach den Anstrengungen in Stuttgart: 'Und niemand hat ein Problem, wenn er draußen ist.' Mit vereinten - und daher immer wieder auch frischen - Kräften hat die SVF-Formation vor fünf Tagen ein Spiel drehen können, in dem sie zunächst bisweilen mit Unzulänglichkeiten auffällig wurde. 'Aber die Mannschaft fängt das auf', sagt Stephan Strohbücker.

Am Samstag haben die Volleyballer um den Kapitän Marvin Klass und seine Nebenleute wie Patrick Köder oder Valentino Nadale aber wohl eine ungleich anspruchsvollere Aufgabe vor sich. Die L. E. Volleys, die im Jahr 2009 nach der Insolvenz des Erstliga-Absteigers VC Leipzig entstanden, verfügen über hinreichend schlagfertiges Personal für das Geschehen in der zweithöchsten Spielklasse. Steffen Busse, nach wie vor Trainer in Leipzig, kann auf eine Reihe von Fachkräften setzen. Jan Günther, 36, zum Beispiel war früher mit den Teamgefährten des SCC Berlin zweimal deutscher Meister (2003, 2004). Eugen Bakumovski, 32, hat elf Profistationen auf diesem Planeten erlebt und mehr als 100 Länderspiele. Dazu haben die Leipziger auf der Zuspielposition der Einfachheit halber den einen Ole durch einen anderen ersetzt; für den des Studiums wegen abgewanderten Ole Ernst kam der auch nicht eben schwache Ole Schwerin. 'Mit ihm ist unser Angriffsspiel variabler geworden', sagt Steffen Busse.

Die Fellbacher wissen um die nun erhöhten Anforderungen. Sie fahren bereits heute nach Sachsen. Morgen Vormittag ist nach dem Frühstück eine Trainingseinheit an der Spielstätte in Leipzig vorgesehen. Morgen Abend wollen sie dann gut vorbereitet dem Zweitplatzierten der vorigen Runde Paroli bieten, der nach wie vor zu den Guten gehört in der zweiten Bundesliga.

Quelle: Fellbacher Zeitung/Thomas Rennet

 

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