Viel Arbeit für den Cheftrainer Thiago Welter

Nach der schwächsten Saisonleistung in Karlsruhe bereitet der 30-Jährige seine Mannschaft nun auf die Zweitliga-Partie am Samstag gegen die Volleys Eltmann vor, mit denen er selbst im Vorjahr noch als Spieler den Titel gewann.


16.11.2018

Mitunter ratlos im Zwiegespräch mit dem Trainer Thiago Welter: Valentino Nadale (rechts) und seine Teamgefährten Foto: Patricia Sigerist

Mitunter schauen die Volleyballer des SV Fellbach in diesen Wochen ratlos aus. Da geht es Valentino Nadale, dem Erfahrensten mit 30, auch nicht besser als seinen Teamgefährten, die alle jünger sind, fast alle deutlich jünger. Der Zweitliga-Meister 2015 und 2016 hat im Vorjahr einen Umbruch erlebt und 2018 einen noch größeren. Jetzt stellt sich ein stark verändertes und stark verjüngtes Aufgebot den Aufgaben auf zweithöchstem Niveau im Land. Mit viel Talent und wenig Erfahrung. Rückschläge lassen sich angesichts dieser Voraussetzungen nicht vermeiden, zumal gegen Konkurrenz, in der sich meist auch nicht wenig Talent findet und dazu viel mehr Erfahrung. Dreimal haben die Akteure des SV Fellbach zuletzt verloren; die jüngste Niederlage beim SSC Karlsruhe war die erste in dieser Saison, die einem Niederschlag gleichkam. Am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) wollen sie sich wieder aufrappeln. Gegner sind die Volleys Eltmann, mit denen Thiago Welter, der Cheftrainer der Gastgeber, 2017 noch als Spieler den Zweitliga-Titel gewann.

Thiago Welter hat seine Mannschaft im Sommer sehr intensiv vorbereitet, und die ihm Anvertrauten haben in diesem Herbst auch schon im Ligageschehen sehr intensiv Volleyball gespielt. Der 3:1-Erfolg Anfang Oktober gegen am Ende unterlegene Unterfranken aus Hammelburg war Ergebnis einer überaus homogenen Vorstellung. Daran allerdings können die neu formierten Fellbacher nur anknüpfen, wenn sie tatsächlich wieder im Gesamten ihrer oberen Grenze nahekommen. Das war vor der Reise nach Karlsruhe offenbar schon im Training nicht so. Thiago Welter hatte reichlich Grund zum Grummeln, zumal seine Formation im Spiel dann eben auch weit weg war von einem Niveau, das es ihr erlaubt hätte, mit dem Gastgeber mitzuhalten. „Unsere Jungs müssen mehr tun als die Gegner, sonst wird es nicht reichen. Das muss ihnen bewusst sein“, sagt Jan Lindenmair, der ehemalige Profitrainer, der sich dem Volleyballsport jetzt neben dem Beruf in der Beratungsbranche und dem Familienleben widmet: in der raren Freizeit, als Assistent des Brasilianers Thiago Welter.

Vor allem in der Ballannahme fehlen nun der Gemeinschaft, die offiziell als rotes Rudel auftritt, Spieler, die auf diesem oder noch höherem Level schon allerlei hinter sich haben. Leute, denen zuzutrauen wäre, dass sie die Kugel nach dem gegnerischen Aufschlag auch mit Espressotasse in der Rechten punktgenau zu ihrem Zuspieler vorschieben könnten. Die Fellbacher wollen sich mit Fleiß an die Teams mit jenen Leuten heranarbeiten, an Teams wie die Volleys Eltmann. Diese Woche hat Thiago Welter aufs Neue vier Trainingseinheiten angesetzt, um seine Mannschaft – wieder mit Max von Berg, 20, der am vergangenen Wochenende krank zu Hause hatte bleiben müssen – voranzubringen. „Wir müssen am Samstag selbstbewusster in der Annahme auftreten, sonst ist es unrealistisch, dass wir gewinnen werden. Die Volleys Eltmann haben auf jeder Position Topleute“, sagt Thiago Welter. Vor dem Vergleich mit den Bekannten von seiner vorherigen Wirkungsstätte in Sachen Volleyball bleibt das Defensivverhalten Hauptthema, angetan ist der 30-Jährige („Unser Aufschlagspiel wird immer besser“) derweil von den Fortschritten an anderer Stelle. Weitere Fortschritte sollen in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten folgen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Jungs das Potenzial für diese Klasse haben. Wir müssen geduldig bleiben“, sagt Jan Lindenmair.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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