Vollzeit-Beschäftigung in der Freizeit

Martin Böhme, 25, Vielarbeiter beim SV Fellbach, erledigt zahlreiche Aufgaben rund um seine Sportart.


15.08.2016

Foto: Nils Wüchner

 

Martin Böhme, der Technische Leiter der Volleyballabteilung des SV Fellbach, sagt: „Ich bin ein Vollblut-Volleyballer.“ Der 25-Jährige meint damit nicht unbedingt, dass er ganz viel Zeit auf dem Spielfeld verbringt.

Sondern dass er meist deutlich mehr Zeit rund um seinen Sport investiert als für das Spiel auf dem Volley- ball-Rechteck selbst.

„Also beim Bundespokal bin ich in drei Nächten insgesamt zu kaum mehr als zwölf Stunden Schlaf gekommen“, so der Rückblick von Martin Böhme auf jene Tage im Mai, die ihm eine Art Ausnahmezustand bescherten. Da kämpften die Auswahlmannschaften aller deutschen Volleyball-Landesverbände um die nationalen Titel bei den U-17-Volleyballerinnen und bei den U-18-Volleyballern. Gastgeber und Ausrichter des Wettbewerbs waren die Volleyballer des SV Fellbach. Mit Martin Böhme federführend an der Spitze der Gesamtorganisation. Alle 84 Spiele „liefen durch meinen Laptop“ (Martin Böhme), wobei die Abwicklung des Spielverkehrs nur einen Teil der Mammutaufgabe darstellte. „Ich hatte noch 180 Helferdienste zu organisieren“, sagt Martin Böhme. „Es hat aber alles gut geklappt, die Abteilung war damals präsent und dies trotz des Ferientermins in den Pfingstferien.“ So durfte Martin Böhme am Ende nicht nur zusammen mit 600 Zuschauern die Finalspiele ein Stück weit genießen. Auch der umfangreiche Dank und das Lob seitens des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) sowie vieler Spieler, Trainer und Betreuer taten dem angehenden Master in Werkstofftechnik gut. „Es war zwar ein irrer Aufwand, aber wenn es am Ende klappt und gut ankommt, dann überstrahlt das natürlich alles.“

Wirklich Durchschnaufen konnte Martin Böhme aber nicht. Kaum war der Bundespokal vorbei, so widmete er sich wieder seiner  eigentlich Aufgabe als Technischer Leiter der Volleyballabteilung des SV Fellbach.

Seit fünf Jahren koordiniert Martin Böhme die Hallenzeiten für den Trainingsbetrieb sowie die Termine der Hallenbelegungen aller Heimspiele der SVF-Mannschaften. Gerne stellt der eifrige Vorarbeiter dabei sein Licht unter den Scheffel: „Bei der Planung der Trainingszeiten und der Heimspieltermine habe ich schon deutlich Routine, das geht ganz gut von der Hand.“

Ganz nebenbei sind auch die traditionellen Vorbereitungsturniere des SVF an zwei Wochenenden im September mit jährlich 48 teilnehmenden Mannschaften ein Thema; diesmal fliegen die Kugeln am 17./18. und am 24./25. September. „Ich mache da die Spielpläne und bin als Gesamtleiter immer vor Ort dabei“, sagt Martin Böhme. Selbstredend kann das Ausschussmitglied der SVF-Volleyballer auch dabei auf selbst erstellte und mehrfach bewährte Pläne und Eckwerte zurückgreifen.

Und weil die umfangreiche Arbeit neben dem Spielfeld offenbar nicht schon genug ist, hat sich Martin Böhme ganz frisch noch einer weiteren Aufgabe verschrieben. „Ich bin für den SVF ja seit Jahren als Schiedsrichter in der Oberliga im Einsatz“, sagt Martin Böhme. „Und jetzt habe ich mich zum Schiedsrichter-Ausbilder weiterqualifiziert und leite für den Landesverband Lehrgänge für angehende Schiedsrichter.“

Volleyball sozusagen als Vollzeit-Freizeit-Beschäftigung. Bleibt da noch Zeit für weitere, soll man sagen: echte Freizeit? „Ich schreibe im Moment meine Masterarbeit“, sagt Martin Böhme, „da ist schon alles sehr eng getaktet. Aber Tanzen tue ich noch zweimal in der Woche.“ Um dann zu ergänzen: „Ach so, mit der dritten Mannschaft spiele ich als Außenangreifer noch in der Landesliga.“ Zweimal in der Woche greift Martin Böhme also selbst zum Volleyball immerhin.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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Landespokalsieger 2015

 

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