Vor der Abstiegszone - noch

Die entscheidenden Wochen beginnen für den Zweitligisten SV Fellbach am Samstag mit einem Heimspiel.


22.02.2013

Es sind noch 50 Tage bis zum 13. April. An jenem 13. April geht die Saison in der zweiten Bundesliga zu Ende. Bis dahin können die Volleyballer des SV Fellbach verhindern, dass auch ihre Zeit in der zweiten Bundesliga schon wieder zu Ende geht. Sie sollten es nicht auf den letzten Spieltag ankommen lassen. Denn zum Ausklang am 13. April dürfen sie sich im Frankenland am Tabellenführer VSG Coburg/Grub versuchen. Den kleinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze, der ihnen gerade noch bleibt, könnten sie auch vor dem finalen Schlagabtausch sehr gut gebrauchen. Die Entscheidungen fallen wohl eher vorher. Die Wochen vorher beginnen nun auch nicht unbedingt mit einer der einfacheren Aufgaben in der zweithöchsten Spielklasse. Am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) erwartet der Aufsteiger erfahrene Akteure aus Leipzig: Der Tabellenzweite L. E. Volleys ist zu Gast. 49 Tage vor dem Ende der Saison.

Vielleicht helfen Beschwörungsformeln: Diego Ronconi und seine Spieler vor dem Heimspiel gegen die Gäste aus Leipzig. Foto: Maximilian Hamm

Von den Plakaten in der Stadt schaut Marvin Klass mit entschlossenem Blick: Sollen nur kommen, die Leipziger! Ein Motiv, das den Wunsch nach einer Wende transportiert. Denn der entschlossene Auftritt war in diesem Jahr nicht mehr das Markenzeichen der Fellbacher Volleyballer. Anders noch als in der Hinrunde. Damals waren sie konzentriert und konsequent. Dabei wohl auch an der Obergrenze ihres Leistungsvermögens. Nach der ersten Saisonhälfte und 12:12 Punkten haben sie nicht mehr viel zum Abschluss gebracht. Nur noch halt die Partie gegen die Begabten der VYS Friedrichshafen (3:0), die ganz hinten stehen, aber ungeachtet der Ergebnisse in der zweiten Liga weiterspielen dürfen. Ansonsten gab sich die Rückserie bisher rücksichtslos. Von der 2:3-Niederlage gegen den GSVE Delitzsch, die der Schiedsrichter Thomas Fischer nach einer Fellbacher 8:5-Führung im Tiebreak mit grotesken Fehleinschätzungen erst heraufbeschwor. Bis zur 2:3-Niederlage zuletzt beim TSV Niederviehbach, als die Schlagmänner des SV Fellbach einem von Krankheit und Verletzung dezimierten Gegner freundlich den Sieg erlaubten. 'Wir haben mehrere schwere Rückschläge einstecken müssen', sagt der SVF-Trainer Diego Ronconi.

Die Rückrunde für sich genommen, mit all den Rückschlägen und nunmehr 2:12 Punkten, wäre der Aufsteiger SV Fellbach einer der ersten Abstiegsanwärter. Bald schon ein fast aussichtsloser Fall. Doch im Gesamten ist die Mannschaft um den Kapitän Sasa Stanimirovic noch immer ein eher aussichtsreicher Kandidat unter den Abstiegsanwärtern. Dem SV Fellbach fehlen im Moment nur zwei, höchstens vier Zähler für eine sorgenfreie Zukunft - für Planungssicherheit. Diego Ronconis Schlagmänner ankern mit 14:24 Punkten nach wie vor auf dem neunten Tabellenplatz - vor der Abstiegszone. In dieser Abstiegszone befinden sich auch jetzt noch die üblichen Verdächtigen aus der Hinrunde: der TSV Grafing (12:26 Punkte), der TSV Niederviehbach (10:26 Punkte) und der TSV Zschopau (6:32 Punkte). Zwei oder drei der vier Mannschaften werden ihren Platz in der zweiten Bundesliga einbüßen.

Solange der SV Fellbach die drei Konkurrenten hinter sich hat, kann nichts passieren. Aber eben nur solange. 'Wir können nicht mehr machen, als weiterhin fleißig zu trainieren', sagt Diego Ronconi. Der Trainer will gegen die Leipziger 'ein gutes Spiel' sehen von seinem Team. Auch ohne Lars Lückemeier, der nach starker Hinserie wegen seiner Schulterprobleme seit dem Jahreswechsel quasi nicht mehr mitgemischt hat. Doch noch besteht Hoffnung beim SV Fellbach. Auf die Rückkehr des Talentierten. Und ganz generell - auch unabhängig davon - auf den einen oder anderen Sieg mehr. Auf die - befreiende - Entscheidung irgendwann in den nächsten Wochen. Es sind noch 50 Tage bis zum 13. April.

Quelle: Artikel aus der Fellbacher Zeitung von Thomas Rennet.


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