Vorbild mit vielfältigen Aufgaben

Der SV Fellbach zeichnet Alexandra Berger für ihre Verdienste im Verein aus. Die 35-Jährige engagiert sich unter anderem als Abteilungsleiterin, aber auch beim TSV Schmiden.


27.06.2018

Alexandra Berger und SVF-Vorstandsmitglied Tilmann Wied Foto: Michael Käfer

Für den Hauptausschuss des SV Fellbach ist es nicht immer leicht, geeignete Kandidaten für die Auszeichnung als „Sportliches Vorbild“ zu finden. Immerhin sind die Hürden hoch. Sportliche Erfolge allein genügen für den Erwerb des erstmals 1974 an den Gewichtheber und Kraftdreikampf-Weltmeister Willi Müller verliehenen Wanderpreises nicht.

Im Fall von Alexandra Berger, die bei der Jahreshauptversammlung des SV Fellbach an diesem Mittwoch als 44. Persönlichkeit mit dem Ehrenteller ausgezeichnet wird, ist für Tilmann Wied die sportliche Klasse unbestritten. Mehr noch aber ist die Volleyballerin, die im Fellbacher Trikot schon in der Regionalliga und für den TSV Schmiden in der dritten Liga aufgeschlagen hat, nach Ansicht des SVF-Vorstandsmitglieds aus vielen weiteren Gründen ein sportliches Vorbild für andere: „Sie ist eine Kümmererin im besten Sinne.“ Nicht ohne Grund war die Mehrheit im Hauptausschuss offenbar deutlich. Ohne Scheu übernehme Alexandra Berger Verantwortung. „Dabei klebt sie weniger an Posten, sondern will etwas gestalten“, sagt Tilmann Wied.

Für die 35-Jährige ist Engagement selbstverständlich: „Ich habe früh von meinen Eltern gelernt, dass man auch geben muss, wenn man etwas bekommt.“ Solche Persönlichkeiten sind in Vereinen gefragt und werden gefragt. Alexandra Berger erhielt die erste Anfrage bereits vor der Abteilungsversammlung 2002, in deren Verlauf sie als Jugendleiterin gewählt wurde. Etliche Ämter schlossen sich an. Von 2007 bis 2011 und wieder seit 2015 ist sie Abteilungsleiterin. Auch koordiniert sie die Heimspiele der SVF-Volleyballer. Zwischendurch war sie Cheerleader-Beauftragte bei den Fellbacher Footballern. Beruflich als Managerin einer dermatologischen Praxis in Stuttgart tätig, sieht sie ihre Stärken in organisatorischen Angelegenheiten. Zudem erwarb sie 2015 die B-Trainer-Lizenz und befindet sich mittlerweile in der umfänglich fordernden Ausbildung zur A-Trainerin. „Es ist für mich eine große Ehre, dass ich diesen Platz bekommen habe“, sagt Alexandra Berger. Dafür wurden 2018 bundesweit nur 26 Kandidaten aufgenommen.

Ihre Liebe zum Volleyball begann bereits mit elf Jahren – aufgrund der Zeichentrickserie Mila Superstar. Als Jugendspielerin wurde sie dann von engagierten Trainern unterstützt. Etwa vom stellvertretenden SVF-Vorstandsmitglied Werner Hofmann. Aber vor allen von Gerhard Hanke. „Er hat mich richtig geprägt“, sagt Alexandra Berger, die sich mit dem TSV Schmiden nach wie vor eng verbunden fühlt und so auch die Beachvolleyball-Turniere beim Nachbarverein mitorganisiert.

Die Vielzahl an Ehrenämtern und sportlichen Aufgaben lasten Alexandra Berger gut aus. Darüber hinaus bleibt ihr aber ein wenig zusätzlicher Freizeit. Diese nutzt sie dann, um ihre Sprachkenntnisse zu erweitern. Denn ein Urlaub in Kroatien hat sie für das Land an der Adria begeistert.

Info Die Jahreshauptversammlung des SV Fellbach samt der Auszeichnung „Sportliches Vorbild“ findet an diesem Mittwoch von 20 Uhr an im Saal des SVF-Parkrestaurants statt. Zuvor beginnt bereits um 19 Uhr die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder.

Michael Käfer   Fellbacher Zeitung


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Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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