Wie der ehemalige Kapitän mitfiebert

Marvin Klass, 29, sieht das Zweitliga-Team, das am Samstag Gäste aus Frankfurt erwartet, auf einem guten Weg.


02.02.2018

Foto: Patricia Sigerist

Auf den Plakaten in Fellbach, die von den Heimspielen künden, ist mal der eine, mal der andere Spieler des SV Fellbach in kämpferischer Pose abgebildet. Und manchmal wirbt auf diese Weise auch in der laufenden Saison noch Marvin Klass für die Zweitliga-Volleyballer. Der Kapitän der vergangenen Jahre ist immer noch da. Er wohnt in der Stadt – und zuweilen sieht er sich selbst in der Stadt. Er ist ja auch noch in der Gäuäckerhalle I präsent. Nicht mehr als Spieler allerdings, sondern bei Gelegenheit als Zuschauer. Die Fellbacher Mannschaft tritt seit September und nach wie vor ohne seine Unterstützung der Ligakonkurrenz gegenüber – so auch am Samstagabend, 19.30 Uhr, den Schülern des Frankfurter Volleyball-Internats.

Wenn Marvin Klass und Patrick Köder den Fahrstuhl verlassen nach Arbeitsende in dem Unternehmen, für das sie beide tätig sind, dann verabschieden sie sich mittlerweile bis zum nächsten Morgen. Der ehemalige Kapitän hat keine Trainingsabende vor sich – im Gegensatz zu seinem Nachfolger. Marvin Klass hat im Frühjahr 2017 seine Zeit im hochklassigen Volleyballsport beendet. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung. Und je mehr Abstand ich bekomme, desto zufriedener bin ich“, sagt der 29-Jährige. Er hat jetzt mehr Muße für das Leben abseits der bunten Bälle. Marvin Klass, der U-19-Weltmeister im Sand der Bermudas (2006) war, Erstliga-Volleyballer mit dem TV Rottenburg (2009 bis 2012) und Zweitliga-Champion mit dem SV Fellbach (2015 und 2016), hat nun abends frei. Dazu kann er die Wochenenden mit seiner Freundin Laura Jung, bis 2016 eine überaus erfolgreiche Sportgymnastin am Bundesstützpunkt in Schmiden, ungleich flexibler planen.

Ganz ohne die von ihm bevorzugte Sportart gehen die Wochenenden aber auch nach seinem Rückzug nicht vorüber. „Volleyball war sehr lange ein großer Teil meines Lebens“, sagt Marvin Klass. Der versierteste Spieler der vergangenen Jahre gehört nach wie vor der Abteilung des Vereins an. Und zumindest gedanklich ist er nach wie vor bei der Mannschaft, die unlängst noch seine war. „Ich fiebere natürlich mit den Jungs mit“, sagt der ehemalige Kapitän, der seit dem Sommer 2012 das Trikot des SV Fellbach getragen hatte.

Das Zweitliga-Team hat überaus anspruchsvolle Aufgaben zu lösen in dieser Saison, zumal außer Marvin Klass auch Yannick Harms, Philipp Arne Bergmann und Jonas Hanenberg nicht mehr zum Aufgebot gehören – drei weitere Akteure mit Erstliga-Vergangenheit. „Das war ein großer Umbruch, das ist allen bewusst“, sagt Marvin Klass: „Es war allen klar, dass die Mannschaft nicht um die Meisterschaft mitspielt. Doch die Jungs haben sich entwickelt. Sie haben schon gezeigt, dass sie gut genug sind, im oberen Tabellendrittel zu landen.“ Gerade ist der Fellbacher Verbund mit zehn Saisonsiegen Siebter. Am Samstag soll daheim mit voraussichtlich vollständiger Besetzung der elfte Erfolg hinzukommen. Ohne Marvin Klass, obschon der Kapitän im Ruhestand in dieser Saison mitunter noch auf den Plakaten zu sehen ist.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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