Wie Patrick Köder Spuren beseitigt

Nach der Niederlage gegen Mainzer Feierbiester tritt der

Zuspieler mit dem SVF erneut zu Hause an. Von Thomas Rennet


05.02.2016

Anfang der Woche waren mal wieder geschäftige Männer in der Stadt unterwegs und haben sich an einer Reihe von Plakaten zu schaffen gemacht. Patrick Köder und Moritz Bürkle sind durch die Straßen gezogen, um den Aushang zu bearbeiten, mithin eilig auf den neuesten Stand zu bringen. Nicht mehr mit den Feierbiestern aus Mainz ist jetzt in Fellbach zu rechnen, sondern mit den Begabten vom Bodensee. Nur eine Woche nach der 2:3-Niederlage gegen die Gäste aus Rheinland-Pfalz folgt schon das nächste Zweitliga-Heimspiel: An diesem Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) begrüßen die Volleyballer des SV Fellbach die VYS Friedrichshafen. Siehe auch die aktualisierte Essenz der rund 50 Plakate in der Stadt viel Fleißarbeit für die geschäftigen Männer, darunter Patrick Köder, einer der Zuspieler des Zweitliga-Teams. Andererseits ist es vielleicht auch ein Vorteil für den Tabellenführer, dass er so schnell die Spuren in der Stadt verwischen muss, so schnell wieder zu Hause antreten darf, um diese Niederlage ein wenig in den Hintergrund zu drängen. Es war schon deshalb eine außergewöhnliche Niederlage, weil es seit dem April 2014 (0:3 gegen den SV Schwaig) die erste des SV Fellbach zu Hause war – nach saisonübergreifend 18 erfolgreichen Zweitliga-Auftritten in Serie. Von diesem Mainz, wie es siegt, singt und lacht, hat der Ligaprimus bis auf Weiteres genug. Zweimal haben die Akteure um den Trainer Markus Weiß jetzt in dieser Runde rasantes Angriffsspiel sie auch vor sechs Tagen nicht wirklich und nicht oft zu stoppen vermochten. Nicht immer vertrauenswürdige Augenzeugen berichten, Patrick Köder habe die Plakate mit einem Grummeln und Grollen neu präpariert und dabei den Namen TGM Mainz-Gonsenheim ausgesprochen gewissenhaft überklebt.

Doch ein Niederschlag war diese Niederlage nicht. Der Meister ist seit Wochen schon wieder – und immer noch – Erster. Dabei ist dieser Gewohnheitsanführer 2012 erst aufgestiegen, über Platz neun im ersten Jahr – mit Abstiegssorgen – und Platz sechs im zweiten zügig ganz vorne angekommen. Der Kapitän Marvin Klass, der eben im Sommer 2012 als Stammkraft vom Erstligisten TV Rottenburg eintraf, weiß die Entwicklung zu schätzen. Und die Spieler, die sich entwickelt haben. Wie Valentino Nadale, der einst auch schon in der A-Jugend und in der Bezirksliga für den SV Fellbach aufglaufen war: „Er ist in der vergangenen Saison einfach wieder eine Liga besser geworden.“ Oder wie Timo Koch, der über   die zweite Vertretung des Vereins nach oben kam: „Wenn man dann gesehen hat, wie solide der Timo die Hinrunde gespielt hat . . .“ Das Niveau ist auch deshalb und mit den starken Zugängen immer weiter  gestiegen.

„Es macht Spaß. Das ist eine Kettenreaktion. Wenn wir uns treffen, kommt meistens was Produktives dabei heraus“, sagt Marvin Klass. Im Training. In den Spielen.  Der SV Fellbach hat in dieser    Saison  schon wieder 14 Begegnungen für sich entschieden. In der Meisterrunde davor, das nur zum Vergleich, waren es insgesamt 16. Damals mussten Klass und Klassengemeinschaft sechsmal dem Gegner gratulieren. Nun haben sie außer den beiden Begegnungen mit der TGM Mainz-Gonsenheim nur ein weiteres Spiel (2:3 bei den Volleys Eltmann) verloren. Dabei soll es am Samstagabend bleiben – ungeachtet des Potenzials der jungen Gäste, die hinterher in der Sportschule Ruit übernachten und am Sonntag auch noch beim TSV G. A. Stut gart antreten werden. Wie viel Talent in diesem Nachwuchsprojekt des deutschen Meisters VfB Friedrichshafen stets zur Reife heranwächst, sieht man ja auch im Fellbacher Verbund. Der Beach-Profi Yannick Harms, Valters Lagzdins und Jonas Hanenberg, allesamt wie Marvin Klass schon in der ersten Liga am Ball, haben sich einst bei den VYS Friedrichshafen fortgebildet. Siehe auch die aktualisierte Essenz der rund 50 Plakate in der Stadt – viel Fleißarbeit für die geschäftigen Männer, darunter Patrick Köder, einer der Zuspieler des Zweitliga-Teams.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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