Wiedersehen mit guten Bekannten

SV Fellbach empfängt FT 1844 Freiburg.


17.03.2014

Diego Ronconi trifft mit dem SV Fellbach auf seinen ehmaligen Verein. Foto: Patricia Sigerist

Nein, eine richtig gute Rückrunde ist das wieder nicht. Die Volleyballer des SV Fellbach sind in der zweiten Bundesliga auch in diesem Jahr ins Trudeln geraten. Doch sie haben den Abwärtstrend aus eigener Kraft gestoppt und keine Abstiegssorgen mehr. Das ist nicht wenig für eine noch unerfahrene Mannschaft, deren Spieler sich in der höchsten Amateurliga dieser Sportart vor allem mit Beruf oder Studium beschäftigen müssen. Fallweise auch mit Beachvolleyball. Es zieht einen in einer weitgehend ausgeglichenen Liga schnell nach unten, wenn die einen oder anderen nicht mehr so mitmischen können, wie sie und die Trainer das wollen. So gesehen hat der SV Fellbach noch eine richtig gute Rückrunde gespielt im Vergleich zur TGM Mainz-Gonsenheim; der Mitaufsteiger 2012 trudelt im Zuge einer Niederlagenserie unaufhaltsam dem Abstieg entgegen. Und richtig gut ist die Rückrunde auch im Vergleich zur Entwicklung bei der FT Freiburg, am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) in Fellbach zu Gast. Der Gegner, arg zerzaust, hat nach dem Jahreswechsel immer nur, insgesamt achtmal nacheinander, der Konkurrenz gratuliert.

Die FT Freiburg ist eine Institution in der zweiten Bundesliga. Diego Ronconi, jetzt Cheftrainer des SV Fellbach, hatte das erste Team des Vereins im Jahr 2001 zurück in die zweithöchste Spielklasse geführt. Seither ist es dort. Bis 2006 noch unter Anleitung von Diego Ronconi, danach mit dem Spielertrainer Wolfgang Beck an der Spitze. Die Ausdauer auf hohem Niveau schützt allerdings nicht zwingend davor, von einem Sog erfasst zu werden. Die Freiburger hatten vor dieser Saison den Kader ein bisschen verjüngt. Das war zunächst gar kein Problem: Der Verbund schloss die Hinserie auf dem dritten Tabellenplatz. Doch dann fielen ein paar der Älteren wie Sascha Helwig und Marcus Gensitz aus. Das war ein Problem. Seither haben die Freiburger kein Spiel mehr gewonnen. Während vormalige Abstiegskandidaten wie die Bayern vom ASV Dachau oder vom TSV Grafing in der zweiten Saisonhälfte fidel die Gegner zusammenfalten, hat die Mannschaft von Wolfgang Beck ordentlich Kummer. Der Geografie- und Sportlehrer kann nur hoffen, dass die TGM Mainz-Gonsenheim und der TSV G. A. Stuttgart auf ihren Abstiegsplätzen verharren. Wenn sich einer der beiden Hauptkandidaten noch retten kann, dann geht das wohl auf Kosten des Zweitliga-Dinos.

Diego Ronconi kann mit seinem aktuellen Team die Befürchtungen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte weiter mehren. Noch warten die Volleyballer des SV Fellbach ja auf den ersten Sieg gegen die FT Freiburg seit der Rückkehr in die zweite Bundesliga. Drei Niederlagen sind genug, findet der Trainer, zumal sein Verbund im Hinspiel (1:3) eher unglücklich unterlag: 'Da wünsche ich mir jetzt schon eine Revanche. Wir wollen nicht, dass die Freiburger Negativerserie bei uns endet.' Diego Ronconi muss auch am Samstag ohne Tim Holler planen, der gerade auf Fuerteventura der Beach-Saison entgegenhechtet. Ohne Tim Holler haben die Akteure um ihren erneut herausragenden Kapitän Marvin Klass bereits am Dienstag das Ticket für die Endrunde des württembergischen Pokalwettbewerbs am 10. Mai gelöst. Sie konnten sich im Viertelfinale mit 3:1 (25:20, 23:25, 25:17, 25:12) beim Regionalligisten VfB Friedrichshafen II durchsetzen, der mit dem 56-jährigen Burkhard Sude ('Mr. Volleyball') auflief, auch schon mal Trainer beim SVF.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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