Wiedersehen mit Tim Kreuzer

Yannik Blötscher, 19, trifft am Samstag in Karlsruhe seinen ehemaligen Jugendtrainer, früher selbst – erfolgreich – für den SV Fellbach in der zweiten Bundesliga am Netz.


09.11.2018

Motiviert: Yannik Blötscher sieht am Samstag Tim Kreuzer wieder. Foto: Patricia Sigerist

Die Volleyballer kennen sich in der zweiten Bundesliga. An den Spieltagen treffen sich über die Netzkante hinweg hier und da gute Bekannte. Auch Teamgefährten vergangener Tage. So erwartet Tim Kreuzer mit dem SSC Karlsruhe am Samstagabend (20 Uhr, Otto-Hahn-Gymnasium) Valentino Nadale und Felix Klaue, mit denen er 2015 und 2016 den Zweitliga-Titel gewann. Mehr sind bei den Reisenden des SV Fellbach nicht mehr übrig aus jenen gar nicht so fernen Zeiten. Doch noch einer gehört zum weithin neu formierten Fellbacher Aufgebot, der mit Tim Kreuzer schon zu Ligabegegnungen gefahren ist. Yannik Blötscher, 19, war beim SV Fellbach vor Jahren Jugendspieler des Jugendtrainers Tim Kreuzer. Ein außergewöhnliches Wiedersehen für die beiden. „Gegen den eigenen Nachwuchsspieler mal in der zweiten Liga zu spielen ist doch für jeden Trainer ein Traum“, sagt der Außenangreifer, der für längere Zeit zum letzten Mal im Karlsruher Kader auftauchen wird.

Tim Kreuzer absolviert in dieser Woche seine Abschlussprüfungen als Lehrling. Im Sommer 2016 hatte er den SV Fellbach verlassen, um beim Südwestrundfunk in Baden-Baden eine Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien aufzunehmen. Nebenbei brachte er sein herausragendes Volleyball-Talent fortan für den SSC Karlsruhe ein. Wenn er fit und frei von Verletzungssorgen war, konnte er mit tiefenentspannter Autorität das Geschehen lenken wie beim ungefährdeten 3:0-Erfolg im April gegen den SV Fellbach. Immer wieder allerdings war Tim Kreuzer – wie davor schon in der Gäuäckerhalle I – nicht fit und frei von Verletzungssorgen. Auch derzeit geht es ihm nicht wirklich gut. Den 26-Jährigen plagen Schulterprobleme, die nächsten Dienstag eine Operation erforderlich machen. Das Spiel gegen seinen ehemaligen Verein wird wohl sein Abschiedsspiel in dieser Saison. „Ich werde sicherlich nicht in der Startaufstellung sein“, sagt Tim Kreuzer: „Aber ich hoffe, dass ich meine Chance bekomme, noch mal aufzulaufen.“

Yannik Blötscher will seinen ehemaligen Trainer nicht nur in der Halle treffen, sondern dort auch auf dem 162 Quadratmeter großen Volleyball-Rechteck. „Ich habe Tim versprochen, dass wir einmal in der zweiten Liga gegeneinander spielen werden“, sagt der junge Libero des SV Fellbach: „Jetzt klappt das! Umso motivierter bin ich und hoffe, dass wir Tim und dem SSC Karlsruhe das Leben am Samstag schwer machen werden.“ Punkte können die einen wie die anderen im Hinterfeld der Tabelle gut gebrauchen. Die Gäste des SV Fellbach haben nach zuletzt zwei Heimniederlagen immer noch erst sechs davon erbeutet; das rote Rudel, so bezeichnet sich die sportliche Gemeinschaft, heult gerade wie am Ende der vergangenen Saison auf dem zehnten Platz. Direkt dahinter, auf einem Abstiegsrang, folgen die Karlsruher Klassengefährten, bei denen der frühere SVF-Trainer Diego Ronconi nun das Amt des Sportdirektors bekleidet, mit erst drei Zählern. „Es sieht für beide Teams wieder nach Abstiegskampf aus“, sagt Tim Kreuzer: „Am Samstag geht es um ganz wichtige Punkte für eine bessere Ausgangssituation.“

Seine Mannschaft habe noch zu viel Respekt vor der Zweitliga-Konkurrenz, befindet der Fellbacher Trainer Thiago Welter. „Ich hoffe, dass die Jungs bald verstehen werden, dass sie jede Mannschaft in dieser Liga bezwingen können“, fügt der Brasilianer, 30, hinzu: „Der Erfolg mag vielleicht erst später kommen, aber er wird kommen.“ Vielleicht ja schon früher, am Samstag, wenn die SVF-Akteure Tim Kreuzer treffen, einen guten Bekannten in Fellbach, der es jetzt mit der anderen Seite hält und seinen Abschied in den Krankenstand nach einem Sieg der Gastgeber „noch etwas intensiver feiern will auf der Party danach“.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 


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