Wochenendausfahrt mit ernüchterndem Ende

Die Reisegesellschaft des SV Fellbach gewinnt in der zweiten Bundesliga bei den noch überforderten Stützpunkttalenten der VYS Friedrichshafen mit 3:0, unterliegt dann aber beim starken Aufsteiger TSV Unterhaching II mit 0:3.


27.11.2017

Foto: Patricia Sigerist

Die Volleyballer des SV Fellbach sind am Wochenende ganz schön herumgekommen. Zwar haben sie nicht im Pilger- und Gästehaus St. Josef an der Gebetsstätte Wigratzbad im Westallgäu übernachtet, wie ursprünglich vorgesehen; die am Sonntagmorgen geplante Brauereibesichtigung bei einem Sponsor ein paar Kilometer weiter in Meckatz ist ausgefallen. Die Reisegesellschaft hat sich daher kurzfristig für eine direkte Weiterfahrt zum nächsten Spielort samt Unterkunft in München entschieden – vor dem zweiten und nach dem ersten Teil ihres Zweitliga-Programms. Am Samstagnachmittag hatte die Fahrgemeinschaft um den Trainer Thiago Welter die Aufgabe bei den Stützpunkttalenten der VYS Friedrichshafen in aller Deutlichkeit mit 3:0 (25:16, 25:16, 25:13) bewältigt. Am Sonntag konnte der Fellbacher Tourverbund seinen Wochenendtrip aber nicht abrunden, unterlag stattdessen nun beim TSV Unterhaching II in aller Deutlichkeit mit 0:3 (18:25, 21:25, 19:25).

Das traf sich gut vor dem ersten Doppelspieltag der Saison: Thiago Welter war mit seinem gesamten Aufgebot am Start. Alle 14 Akteure begleiteten den Trainer auf dem Weg nach Friedrichshafen und nach Unterhaching. Der Brasilianer, 29, nutzte seine Variationsmöglichkeiten. Am Bodensee beorderte der A-Lizenz-Inhaber mehrere Spieler in die Anfangsformation, die für gewöhnlich eher nicht oder nur selten beim ersten Schlagabtausch auf dem Feld stehen. Felix Klaue führte als Zuspieler Regie, an seiner Seite wirbelten Timo Koch, Tin Tomic, Patrick Pfeffer oder der 17-jährige Libero Daniel Schön. Dazu der erfahrene Blocker Tibor Filo – und Jan Jalowietzki an seiner ehemaligen Wirkungsstätte, an der Vater Bogdan zum Trainerteam gehört. Dessen Filius, 21, war der beste Spieler in der Arena in Friedrichshafen. Zusammen mit seinen Teamgefährten gelang ihm nach verhaltenem Auftakt eine ansprechende Vorstellung. Die Gäste ließen den noch sieg- und punktlosen Nachwuchskräften auf der anderen Seite des Netzes während der gesamten Begegnung keine Chance. „Die Jungs beim Gegner machen ihre Fehler noch von selber, aber vom zweiten Satz an haben wir unsere Sache schon auch gut gemacht“, sagte Thiago Welter.

Am Sonntag nahmen die Fellbacher tatsächlich mit komplett veränderter Besetzung ihre Bemühungen auf. Nun versuchten sich die anderen sieben am Erfolg: der Kapitän Patrick Köder, Valters Lagzdins, Manuel Harms, Tim Holler, Johannes Leipert, Valentino Nadale und der Libero Sebastian Mättig. Doch dieser Nachmittag wollte für den Verbund aus Fellbach nicht nach Wunsch verlaufen und gar nicht so wie der vorhergehende. Der Gegner war nicht zu vergleichen mit jenem des Vortags: Die zweite Mannschaft des TSV Unterhaching um den erstligaerfahrenen Kapitän Roy Friedrich und den jungen bulgarischen Angreifer Hristiyan Dimitrov ist ziemlich gut aufgestellt. Gut genug für die zweite Liga. Die Gäste aus Fellbach waren am Sonntag indes nicht gut genug für den starken Aufsteiger. Sie liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher, und daran sollte sich ungeachtet der Spielerwechsel, die Thiago Welter vornahm, bis zum Ende nicht viel ändern. Dabei kamen die ihm Anvertrauten zunächst mit den Aufschlägen des Konkurrenten in Bayern zurecht. „Wir haben daraus aber im Angriff keinen Nutzen gezogen“, sagte der Fellbacher Trainer: „Und irgendwann hat darunter auch die Ballannahme gelitten.“ Die Ungenauigkeiten kamen den Erfolgschancen nicht entgegen, zumal der TSV Unterhaching II um den Trainer Adis Katanovic (früher Erstliga-Profi in Fellbach) und den Spielertrainer Dejan Stankovic auf Ungenauigkeiten lieber verzichtete. „Die Gastgeber haben in allen Elementen stark gespielt, fast fehlerfrei“, sagte Thiago Welter und machte sich mit seinem Team auf den Heimweg: ein ernüchterndes Ende der Wochenendausfahrt. SV Fellbach: Köder, Klaue, Lagzdins, Koch, Jalowietzki, Manuel Harms, Tomic, Holler, Pfeffer, Filo, Nadale, Leipert, Mättig, Schön.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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