Zielgerichtetes Kollektiv

Im Training und in den Spielen wächst die Geschlossenheit, doch trotz seiner zuletzt drei Siege ist der SV Fellbach immer noch nicht weit weg von der Abstiegszone.


24.02.2017

Foto: Patricia Sigerist

Die zweithöchste Spielklasse bei den Volleyballern ist offenbar ungleich attraktiver als die höchste, für die sich nur mit Mühe wagemutige Neubelegschaft findet. Für einen Platz in der zweiten Etage stehen die Kandidaten Schlange, sie drängeln sich geradezu um die beste Ausgangslage. Allein sechs Drittliga-Mannschaften haben mit der Teilnahme am Vorlizenzierungsverfahren ihr Interesse am Einzug in die zweite Bundesliga Süd der Männerdokumentiert. Nach allem, was man weiß, existieren keine Pläne, den Erstliga-Unterbau etwa im Süden auf 16 oder 18 Teams auszuweiten. Nur zwei werden sich nach Lage der Dinge tatsächlich oben einfinden. Und zwei werden dort eben auch nach unten durchgereicht.

Zwei von sechs oder sieben, die dafür derzeit noch in Frage kommen. Der TSV G. A. Stuttgart ist dem Abstieg schon ziemlich nahe, der SV Fellbach längst noch nicht weit genug davon weg. Am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) erwartet der Tabellensiebte die Gäste aus der Nachbarschaft und will bei der Gelegenheit die Distanz weiter erhöhen. Zum Gegner, zu den Abstiegsplätzen, zur dritten Liga.

Die Liste der Bewerber aus dem dritten Stockwerk dieser Sportart ist lang, und einige der Namen, die darauf stehen, haben einen guten Klang in der Schmetterzunft. Der TSV Unterhaching hat ebenso sein Interesse hinterlegt wie der ASV Dachau, der TSV Niederviehbach, der VC Gotha, der SSC Karlsruhe und der TSV Mimmenhausen. Favoriten auf Titel und Aufstieg sind die Tabellenführer TSV Unterhaching (dritte Liga Ost) und SSC Karlsruhe (dritte Liga Süd). Die Flugstaffel des SV Fellbach will die Aufstrebenden in der nächsten Zweitliga-Saison begrüßen und sich nicht vorher noch – als Meister der Jahre 2015 und 2016 – grußlos verabschieden. 

Zumal alleinder Vergleich mit dem aufstrebenden SSC Karlsruhe ein 

ganz und gar reizvoller wäre; in Baden wirbelt mittlerweile der ehemalige Fellbacher Trainer (bis zum Titel 2015) Diego Ronconi samt dem ehemaligen Fellbacher Spieler (bis zum Titel 2016) Tim Kreuzer.

So gesehen haben die Akteure um den Kapitän Marvin Klass zuletzt auch auf dieses Wiedersehen hingearbeitet. Mit den Erfolgen gegen die VYS Friedrichshafen (3:0), die TGM Mainz-Gonsenheim (3:0) und die L.E. Volleys aus Leipzig (3:1) haben sie Verletzungs- wie Niederlagenserie torpediert und ihre Chancen auf die saisonübergreifende Ligazugehörigkeit erhöht. Sie brauchen aber noch den einen oder anderen Sieg mehr und vorneweg den einen am Samstagabend gegen die ebenfalls gebeutelten Stuttgarter, die bereits neun Punkte Rückstand auf jenen zehnten Tabellenplatz haben, der die Aufenthaltsverlängerung in der zweiten Bundesliga verspricht. Elf Zähler trennen die Gäste vor Derbybeginn vom SV Fellbach, der wiederum trotz seiner drei Siege seit Ende Januar erst zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aufweist, den gerade die L. E.Volleys loswerden wollen.

„Das Spiel gegen die Stuttgarter ist genauso wichtig wie alle weiteren Spiele, die wir noch vor uns haben. Wir werden jede Woche zeigen müssen, dass wir in diese Liga gehören“, sagt der Trainer Markus Weiß.Dabei hilft die verringerte Zahl an Verletzungs(aus)fällen, verbunden mit der höheren Beteiligung an den Übungsabenden. „Wir können wieder zielgerichtet trainieren“, sagt der 33-jährige A-Lizenz-Inhaber.

Auch Christian Bura (siehe Text rechts) hat nach einer Ellbogenblessur diese Woche seine Bemühungen aufnehmen können, und selbst Tibor Filo 

hat nach seiner Meniskusoperation am Montag die ersten Gehversuche in der Halle unternommen. „Das Kollektiv ist gestärkt. Alle tragen ihren Teil bei.

Und das ist enorm wichtig“, sagt Markus Weiß. In dieser zweiten Saisonphase bekommen die Fellbacher Gelegenheit, ihre Kräfte zu sammeln. Zusammen wollen sie in den nächsten Wochen verhindern, dass sie hinausbefördert werden aus dieser durchaus attraktiven Liga, in der sich so gut wie keine Teams als Absteiger aufdrängen, mehrere aber von unten nachdrängen.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 

 

 


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Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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