Zu Gast bei guten Bekannten

Das Zweitliga-Team des SV Fellbach fährt am Samstag sorgenfrei zum SSC Karlsruhe um den ehemaligen Trainer Diego Ronconi und den ehemaligen Teamgefährten Tim Kreuzer.


06.04.2018

Diego Ronconi setzt auf Tim Kreuzer, im Hinspiel Hallensprecher ( hinten). Foto: Patricia Sigerist

Wenn mitunter auch die Spieler des Gastgebers fern der Heimat im Hotel übernachten, dann laufen, klarer Fall, die Play-off-Spiele bei den Volleyballern. Die Bundesliga-Dachorganisation VBL strebt und sehnt sich nach Professionalität, und dabei kommen den Verantwortlichen erstaunliche Ideen. Weil der TSV Herrsching eine zu kleine Halle hat für die Ansprüche der VBL, musste das Team um den Trainer Max Hauser vor der Play-off-Runde quasi ausziehen und fremdgehen. Der Erstliga-Sechste sah sich vor wenigen Tagen gezwungen, sein Viertelfinal-Heimspiel gegen die United Volleys Rhein-Main in Vilsbiburg auszutragen – eineinhalb Autostunden entfernt. „Die Leute verstehen das nicht. Wenn die Liga denkt, sie braucht uns nicht, dann soll sie uns eben rausschmeißen“, sagte Max Hauser. Er wird nun mit dem selbst ernannten geilsten Club der Welt aber trotz vermehrter Auswärtsfahrten doch in der Liga bleiben. Nach knapp vier Jahren hatten die Vordenker am Ammersee in den vergangenen Wochen ihr Dasein im Volleyball-Oberhaus infrage gestellt und um neue Geldgeber geworben. Nicht ohne Erfolg. Der TSV Herrsching wird sich, das ist seit Donnerstag offiziell, nicht zurückziehen. Zur Freude auch bei dem einen oder anderen Vertreter der zweiten Bundesliga Süd. Denn auf der nächsttieferen Etage drohte die Ankunft der Bayern und deshalb eine verschärfte Abstiegsregelung. Wenn nun also doch bloß zwei statt drei Teams in die dritte Liga durchgereicht werden, dann kann das vorneweg der schlagenden Verbindung des SSC Karlsruhe gefallen, die am Samstagabend (20 Uhr, Otto-Hahn-Gymnasium) die besser positionierten Gäste des SV Fellbach trifft.

Der ambitionierte Aufsteiger aus Baden, der auf Sicht den Einzug in die erste Liga plant, muss jetzt erst mal schauen, dass er nicht direkt wieder in der dritten Liga aufschlagen wird. Der SSC Karlsruhe hat als Tabellenzehnter außer den Internatsschülern aus Friedrichshafen und Frankfurt, die auf zweithöchstem Niveau ungeachtet ihrer Ergebnisse Erfahrungen sammeln, lediglich zwei Widersacher aus dem Osten des Landes hinter sich: zum einen die L. E. Volleys aus Leipzig, die seit einigen Wochen bereits als Absteiger feststehen, zum anderen den GSVE Delitzsch. Letzterer allerdings hat in dieser Saison bereits elf Begegnungen für sich entschieden, sechs davon nach dem Jahreswechsel, ist im Zuge dessen bis auf drei Punkte an den SSC Karlsruhe herangerückt. Obschon der TSV Herrsching oben bleibt, müssen die Männer um den Trainer Diego Ronconi, bis 2015 beim SVF, erst noch ihren Platz in der zweiten Liga behaupten. Ihren zehnten Platz in der Tabelle. „Wir sind nicht in einer noblen, aber in einer guten Situation“, sagt Diego Ronconi vor den letzten beiden Kalrsruher Begegnungen: „Wir werden am Samstag die Fellbacher mit 3:0 schlagen, dann haben wir ein Problem weniger.“

Mithelfen soll dabei Tim Kreuzer, ein weiterer Ex-Fellbacher, 2015 und 2016 Meister mit dem SVF. Der 25-Jährige hat in dieser Saison den zweiten Karlsruher Verbund als Spielertrainer in die Regionalliga geführt. Im Zweitliga-Hinspiel moderierte er nach kurzfristiger Anfrage noch gewohnt entspannt den Abend in der Gäuäckerhalle I, im Rückspiel soll der Vielseitige „mit seiner Persönlichkeit“ (Ronconi) zu entspannteren Zeiten beim SSC beitragen.

 Die Gäste sind dem Gegner, den sie schon im Dezember mit 3:0 bezwungen hatten, auch jetzt voraus. Seit dem 3:0-Erfolg bei der TGM Gonsenheim vor Ostern sind sie außer Reichweite des GSVE Delitzsch, sorgenfrei nun, haben zudem nach der Auswärtsreise an diesem Samstag noch zwei Heimspiele vor sich: am 14. April erwarten sie die Volleys Eltmann und zum Abschluss am 21. April die TG Rüsselsheim II. Da ist noch der eine oder andere Sieg drin für das zuletzt formstarke Team um den Trainer Thiago Welter. Der erste davon – auch ohne Tin Tomic (privat verhindert) – bei guten Bekannten in Karlsruhe.

Thomas Rennet   FellbacherZeitung


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