Zukunftsweisendes in Fellbach und in Aalen

Die Zweitliga-Mannschaft des SVF möchte oben bleiben und kann am Samstag die Abstiegsgefahr bereits vorentscheidend mindern.

Das zweite Team will nach oben und braucht dafür zum Regionalliga-Abschluss einen deutlichen Erfolg auf der Ostalb.


24.03.2017

Foto: Patricia Sigerist

Hinterher werden die Volleyballer des SV Fellbach auch diesmal schauen, wie die Sachsen aus Leipzig gerade gespielt haben oder die Bayern aus Grafing. Am dringlichsten erwartet allerdings wird am Samstagabend in der Gäuäckerhalle I, davon darf man getrost ausgehen, eine Nachricht aus Aalen. Dort sind die Akteure der Spielgemeinschaft MADS Ostalb zu Hause. Sie sind keine Abstiegskandidaten in der zweiten Bundesliga wie die Sportsmänner aus Leipzig und Grafing. Sie sind Aufstiegskandidaten in der Regionalliga: Tabellenführer vor dem letzten Spieltag. Doch zu Gast ist am Samstag (19.30 Uhr, Karl-Weiland-Halle) die zweitplatzierte Zweitvertretung des SV Fellbach mit der Idee, bei der Gelegenheit lieber selbst in die dritte Liga hochzuklettern. Die erste Mannschaft will derweil von 20 Uhr an gegen die Gäste der FT Freiburg ihren Aufwärtstrend fortsetzen – so kann dann ja auch die zweite Formation im Falle eines 3:0- oder 3:1-Erfolgs in Aalen ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Denn nur wenn die erste Mannschaft oben bleibt, darf die zweite nach oben.

 

Das Zweitliga-Team hat in dieser Saison schon unangenehmere Tage erlebt als zuletzt. Die Volleyballer um den Trainer Markus Weiß haben sich in den vergangenen Wochen eine ungleich bessere Ausgangssituation erarbeitet. Mitte Januar waren sie nach monumentaler Verletzungs- und Niederlagenserie auf einem Abstiegsplatz; jetzt haben sie fünf Punkte Abstand zu einem Abstiegsplatz. Das verschafft ihnen bei vier ausstehenden Begegnungen noch keine Gewähr im Kellerkampf, aber zumindest die Gewähr, dass ihnen nichts passieren kann, solange sie gewinnen. Und wenn sie – wie schon viermal in diesem Jahr –  noch öfter gewinnen,werden  sie bald Gewähr haben über den Klassenverbleib. „Rechenspiele bringen nichts“, sagt Markus Weiß, 33:  Die Jungs wissen, dass wir noch einen Weg zu gehen haben.“ Nur mit zwei weiteren Siegen kommt der SV Fellbach (30 Punkte) außer Reichweite der L. E. Volleys aus Leipzig (25 Zähler), die derzeit mit dem Tabellenvorletzten TSV G. A. Stuttgart (21 Zähler) die Abstiegsränge besetzen; dahinter folgen noch die Bundesstützpunkt-Talente der VYS Friedrichshafen, die in der zweiten Bundesliga ungeachtet ihrer Tabellensituation Erfahrungen sammeln dürfen.

 

Anders als in den Meisterjahren 2015 und 2016 müssen sich die Volleyballer im Trikot des SV Fellbach ihr Selbstverständnis jetzt erst wieder erkämpfen. Siege sind nicht die Regel – schon gar nicht gegen die FT Freiburg. „Die Gäste können, wenn sie komplett antreten, jeden Gegner in dieser Liga bezwingen“, sagt Markus Weiß. Der Dauer-Zweitligist (seit 2001), gerade Fünfter, pflegt die Konstanz auf und neben dem Spielfeld. Wolfgang Beck, der Trainer, ist seit 2006 im Amt. Damals trat er die Nachfolge von Diego Ronconi an, bis dahin selbst neun Jahre lang für die Freiburger Formation verantwortlich. Auch Markus Weiß ist Nachfolger von Diego Ronconi, der bis 2015 sechs Jahre lang beim SV Fellbach das Geschehen vorantrieb. Klar, dass der 52-Jährige, nun mit dem SSC Karlsruhe Drittliga-Meister, am Samstagabend an vertrauter Wirkungsstätte vorbeischauen will.

Diego Ronconi bekommt dabei ja den einen oder/und anderen Konkurrenten in bevorstehenden Zweitliga-Zeiten zu sehen. „Die FT Freiburg wird uns fordern. Das ist das Urgetein der Liga – mit einem erfahrenen Trainer und genügend Spielern, die die Liga in- und auswendig kennen“, sagt Markus Weiß: „Aber wir wollen zeigen, dass mehr in uns steckt.“ Und allemal: mehr zweite Bundesliga. Mit Pflichtspielen dann auch gegen den Aufsteiger SSC Karlsruhe. Und mit weiteren Verabredungen mit der FT Freiburg, die vermutlich auch im Jahr 2099 noch in der zweiten Liga schmettern wird.

Die Volleyballer um den Kapitän Marvin Klass können am Samstag die Abstiegsgefahr vielleicht schon vorentscheidend mindern. In der dritten Liga soll nächstens das zweite Team des SV Fellbach aufschlagen.

 

Tomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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