Zwei Spiele binnen 21 Stunden

Nach bis dahin neun Saisonsiegen tritt die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach am Samstag in Hammelburg an und am Sonntag zu Hause gegen die VYS Friedrichshafen.


26.01.2018

Thiago Welter sieht am Wochenende zwei Aufgaben entgegen. Foto: Patricia Sigerist

Diesmal braucht der GSVE Delitzsch eine Serie. Der Mannschaft um den Trainer Frank Pietzonka droht der Abstieg. Aber der Abstieg kommt eigentlich nicht infrage für den Zweitliga-Meister 2012. Höchste Zeit für vielversprechende Einfälle in der Not. Zuletzt trug überraschend wieder Sebastian Reichstein den Delitzscher Dress in der zweiten Bundesliga.

Der frühere Klasseangreifer, 37, war nachgereist und in der Auswärtsbegegnung bei der TGM Gonsenheim bald auch auf dem Spielfeld. An der versierten Aushilfskraft lag es nicht, dass die Gäste mit 2:3 unterlagen.

Sebastian Reichstein war direkt ihr Bester. Die Volleyballer aus Delitzsch versuchen allerlei, damit sie nicht mitsamt den fast schon chancenlosen L. E. Volleys aus Leipzig als sächsischer Doppelpack in die dritte Liga geschickt werden. Sie brauchen Siege, um am Ende des breiten Felds vor ihnen Anschluss zu finden. Mittendrin in diesem breiten Feld ist der SV Fellbach, der acht Punkte mehr aufweist als der GSVE Delitzsch und dabei zwei Spiele weniger absolviert hat. Am Wochenende haben auch die Schlagmänner um den Trainer Thiago Welter zweimal Gelegenheit, ihre Ausbeute zu erhöhen. Am Samstag reisen sie nach Unterfranken: zur Abendverabredung um 20 Uhr mit dem daheim in der Saaletalhalle bis dahin in dieser Saison anhaltend erfolgreichen TV/DJK Hammelburg. Am Sonntagnachmittag (16 Uhr, Gäuäckerhalle I) gastiert der Tabellenletzte VYS Friedrichshafen in Fellbach, dessen Nachwuchskräfte in der zweiten Liga wie die Frankfurter Internatsschüler losgelöst von den Ergebnissen Erfahrungen sammeln dürfen.

Vor einem Jahr hat der SV Fellbach eine Serie gebraucht. Das Team um den Trainer Markus Weiß war wegen einer langen und immer längeren Reihe von Verletzten weit zurückgefallen. Der Abstieg war nicht mehr fern. Aber der Abstieg kam eigentlich nicht infrage für den Meister 2015 und 2016. Nach der weitgehenden Genesung seiner Fachkräfte ist der SV Fellbach tatsächlich noch auf den vierten Tabellenplatz vorgerückt. In dieser Saison ist die Ausfallliste kurz, in der Hinrunde stand zuletzt gar kein Name drauf. Zusammen konnten die Männer um Patrick Köder, dem neuen Kapitän, verkraften, dass sie nun ohne vier der arriviertesten Akteure auskommen mussten. Marvin Klass, Yannick Harms, Philipp Arne Bergmann und Jonas Hanenberg, jetzt Teammanager, schmettern seit der Wiederaufnahme der Bemühungen im Sommer 2017 nicht mehr auf Zweitliga-Niveau.

Thiago Welter, der neue Trainer, hat die ihm Anvertrauten dennoch schon zu neun Siegen geführt. Auch den TV/DJK Hammelburg und die VYS Friedrichshafen konnten die Fellbacher Volleyballer beim ersten Treffen bezwingen. Ersterer allerdings tritt zu Hause für gewöhnlich in Bestbesetzung und in Bestform auf. „Es wird schwierig bei den Hammelburgern. Aber Hauptsache, wir spielen unser Niveau in ihrer Halle. Dann stehen die Chancen für beide Mannschaften gleich gut“, sagt Thiago Welter, der froh ist, dass eine Begegnung ohne Reiseaufwand folgt – unterwegs sind am Sonntag die Begabten vom Bodensee, die unter Männern in der zweiten Liga noch auf ein Erfolgserlebnis warten.

Der Trainer muss, wie es ausschaut, lediglich auf den jungen Blocker Johannes Leipert (Beinschmerzen) verzichten, wenn binnen rund 21 Stunden die Saisonspiele Nummer 15 und 16 anstehen. „Gerade ist es passend, dass wir diese zwei Spiele vor uns haben. So steht das, was wir trainieren, mit fast dem kompletten Kader zweimal auf dem Prüfstand“, sagt Thiago Welter, dessen Netzgemeinschaft bereits am Dienstagabend im württembergischen Pokalviertelfinale beim TV Rottenburg II auflief und mit 3:0 (25:22, 28:26, 25:23) gewann.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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